Materialistische Freundschaften
Materialistische Freundschaften bewegt sich zwischen Reiz und Widerstand, Nähe und Distanz, Gemeinschaft und Kontrolle – und lädt dazu ein, bekannte gesellschaftliche Muster neu zu betrachten. Die Ausstellung versammelt drei künstlerische Positionen zu Abhängigkeit, Gemeinschaft und Macht. Mit feinem Humor untersuchen die Arbeiten Rituale und Materialien, die unseren Alltag prägen – vertraut, widersprüchlich und manchmal absurd.
Die Arbeiten von Beate Frommelt beschäftigen sich mit Alkohol als Teil dörflicher Kultur: als soziales Schmiermittel, Ritual und stilles Problem zugleich. Historische Bezüge zur Schnapsbrennerei in Liechtenstein treffen auf Fragen nach Gemeinschaft, Verdrängung und gesellschaftlichen Gewohnheiten.
Ursula Wolf arbeitet mit Heets-Zigaretten als künstlerischem Material. Zwischen Faszination und Schutzmassnahme entstehen Arbeiten, die die widersprüchliche Beziehung zwischen Mensch und Material sichtbar machen.
Die Installation von Lilian Hasler zeigt kleine Gipstiere, die um ein projiziertes Feuer angeordnet sind. Die Szene erinnert zugleich an Lagerfeuer, Stammtisch und politische Versammlung. Macht erscheint dabei nicht monumental, sondern fragil und jederzeit verhandelbar.
Veranstaltungen
Vernissage mit den Künstlerinnen Ursula Wolf, Beate Frommelt und Lilian Hasler: Eröffnung und anschliessende Disco mit Musik, Tanz und Apéro.
Kinder können zusammen mit der Künstlerin Ursula Wolf an diesem Mittwoch Nachmittag von 14 bis 17 Uhr ein eigenes „Schattenlicht“ gestalten und mit zauberhaften Formen und Figuren experimentieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich.
Kunst trifft Bewegung. 80s Aerobic im domus mit Ursula Wolf. Dresscode gerne im 80s Look.
Im Gespräch erkunden die Künstlerinnen Lilian Hasler, Ursula Wolf und Beate Frommelt Geschichten um und Verbindungen zwischen Lagerfeuer, Macht und Vorherrschaft.