2026 feiert der Schaaner Jahrmarkt sein 100-jähriges Bestehen. Das eigentliche Jubiläum wäre zwar erst im November, doch im Lauf seiner Geschichte hat sich der Anlass stark gewandelt. Eine Auswirkung ist das Datum im Frühling. Andere werden bei einer Presseschau zu seinen Ursprüngen deutlich. Damals erhitzte der Anlass die Gemüter weit mehr als heute.
«SchaanGschecht» gibt Einblicke in ausgewählte Themen aus unterschiedlichsten Bereichen der Gemeindegeschichte. In der Rubrik «Schaa verzellt» kommen dabei Zeitzeugen in Videointerviews zu Wort und lassen frühere Tage lebendig werden.
Mit seinen 17 Jahren als Vermittler blickt Herbert Walser auf die zweitlängste Amtszeit in der Schaaner Geschichte dieser Institution zurück. So ist es naheliegend, dass er viel gesehen und erlebt hat. Wenn er auf seine fünf Mandatsperioden und zahlreiche Anekdoten zurückblickt, erwacht das 2015 abgeschaffte Vermittleramt zu neuem Leben.
Bis weit ins 20. Jahrhundert war die Drohung mit einem Gang vor den Vermittler eine ernste Angelegenheit. Er war in seinem Dorf die erste gerichtliche Instanz, wobei seine Aufgabe, wie der Name schon sagt, das Vermitteln und nicht das Richten oder Aburteilen war. Doch mit den Zeiten änderten sich die Bedürfnisse, und das Amt wurde 2015 abgeschafft.
SchaanGschecht gibt in unregelmässigen Abständen Einblicke in die politische Arbeit des späten 20. und frühen 19. Jahrhunderts. Dieses Mal handelt der Einblick von einem Pfarrer und einem Gemeindevorsteher, die sich gegenseitig beweisen wollten, wer in Sachen Heuernte am Sonntag am längeren Hebel sitzt.
Die heutige Weltfirma Hilti AG ging aus einer überschaubaren mechanischen Werkstätte hervor. Der Betrieb befand sich damals noch an der Landstrasse westlich der Kirche St. Peter. Von dort aus trat das Unternehmen einen eindrücklichen Erfolgsweg an.
Im bäuerliche geprägten Liechtenstein waren Handwerk und Gewerbe lange Zeit nur ein Nebenerwerb. Es dauerte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, bis sich dies ändern sollte. Noch etwas länger dauerte es, bis sich auch die Berufsbildung institutionalisierte. Dazu beigetragen haben Pioniere wie Wilhelm Büchel und Carl Walser.
Die Kirche St. Peter in Schaan hat eine genauso lange wie bewegte Geschichte. Ihr Gesicht hat sie im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert. Die letzte einschneidende Veränderung erfolgte Anfang der 1960er-Jahre. Dazu, wie die Arbeiten vonstattengingen, findet sich im Gemeindearchiv eines der frühesten Farbfilmdokumente aus Schaan.
Einkaufsläden waren in Liechtenstein lange dünn gesäht. Als sie sich schliesslich durchsetzen konnten, waren sie zunächst klein und sehr stark spezialisiert. Ab 1937 war dies sogar vom Gesetzgeber, der Warenhäuser verboten hatte, gewollt. Dieses Verbot fiel 32 Jahre später und sorgte für eine neue Erkenntnis: Supermärkte und spezialisierte Geschäftebe befruchten sich gegenseitig. Ein kurzer Überblick mit einem konkreten Fallbeispiel.
In dieser Woche jährte sich im Schul- und Freizeitzentrum Resch der Schulanfang nach den Weihnachtsferien zum 50. Mal. Anfang 1976 konnte das Gebäude bezogen werden. Die offizielle Eröffnung erfolgte zwar erst im September, doch dafür umso würdevoller.
Der erste in den Medien erwähnte Autounfall in Schaan ereignete sich im August 1908. Doch auch die älteren Verkehrsmittel boten allerlei Möglichkeiten, um zu verunfallen. Manche Unglücke gingen glimpflich aus, andere leider nicht, und einige regen selbst aus der Distanz zum Schaudern an. Ein Auszug aus vier Jahrzehnten Mobilitätsgeschichte.