Als junger Mann war Erich Frommelt, nach dem Beruf seines Grossvaters «Heizer» genannt, auf der Walz. Danach arbeitete er als Zimmermann weiterhin im Ausland. Er machte Erfahrungen, die ihn prägten, lernte seinen Beruf bis zur Perfektion und erlebte so manches, das er in der Heimat nie erlebt hätte. Zurück in Liechtenstein war er teilweise als Zimmermann, teilweise als Landwirt tätig. Gerne blickt er Jahrzehnte später auf seine Wanderjahre zurück.
«SchaanGschecht» gibt Einblicke in ausgewählte Themen aus unterschiedlichsten Bereichen der Gemeindegeschichte. In der Rubrik «Schaa verzellt» kommen dabei Zeitzeugen in Videointerviews zu Wort und lassen frühere Tage lebendig werden.
2026 feiert der Schaaner Jahrmarkt sein 100-jähriges Bestehen. Das eigentliche Jubiläum wäre zwar erst im November, doch im Lauf seiner Geschichte hat sich der Anlass stark gewandelt. Eine Auswirkung ist das Datum im Frühling. Andere werden bei einer Presseschau zu seinen Ursprüngen deutlich. Damals erhitzte der Anlass die Gemüter weit mehr als heute.
Bis weit ins 20. Jahrhundert war die Drohung mit einem Gang vor den Vermittler eine ernste Angelegenheit. Er war in seinem Dorf die erste gerichtliche Instanz, wobei seine Aufgabe, wie der Name schon sagt, das Vermitteln und nicht das Richten oder Aburteilen war. Doch mit den Zeiten änderten sich die Bedürfnisse, und das Amt wurde 2015 abgeschafft.
SchaanGschecht gibt in unregelmässigen Abständen Einblicke in die politische Arbeit des späten 20. und frühen 19. Jahrhunderts. Dieses Mal handelt der Einblick von einem Pfarrer und einem Gemeindevorsteher, die sich gegenseitig beweisen wollten, wer in Sachen Heuernte am Sonntag am längeren Hebel sitzt.
Die heutige Weltfirma Hilti AG ging aus einer überschaubaren mechanischen Werkstätte hervor. Der Betrieb befand sich damals noch an der Landstrasse westlich der Kirche St. Peter. Von dort aus trat das Unternehmen einen eindrücklichen Erfolgsweg an.
Als Kind und Jugendlicher musste Carl Walser (*1934) wie fast alle aus seiner Generation auf dem Feld und im Stall zum Familieneinkommen beitragen. Nach der Realschule wollte er eine Lehre absolvieren. Doch Ausbildungsplätze waren rar. Da tat sich ihm eine Chance in Oberösterreich auf, die er gerne genutzt hat.
Im bäuerliche geprägten Liechtenstein waren Handwerk und Gewerbe lange Zeit nur ein Nebenerwerb. Es dauerte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, bis sich dies ändern sollte. Noch etwas länger dauerte es, bis sich auch die Berufsbildung institutionalisierte. Dazu beigetragen haben Pioniere wie Wilhelm Büchel und Carl Walser.
Die Kirche St. Peter in Schaan hat eine genauso lange wie bewegte Geschichte. Ihr Gesicht hat sie im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert. Die letzte einschneidende Veränderung erfolgte Anfang der 1960er-Jahre. Dazu, wie die Arbeiten vonstattengingen, findet sich im Gemeindearchiv eines der frühesten Farbfilmdokumente aus Schaan.
Als junge Frau hat Hannelore Frommelt einen Bürojob angestrebt und die entsprechende Ausbildung absolviert. Doch das Leben hatte andere Pläne mit ihr. Sie übernahm die Handlung ihrer Grossmutter, baute daraus das Modehaus Hannelore auf und schrieb damit einen Teil der Geschichte des «kaufin».
Einkaufsläden waren in Liechtenstein lange dünn gesäht. Als sie sich schliesslich durchsetzen konnten, waren sie zunächst klein und sehr stark spezialisiert. Ab 1937 war dies sogar vom Gesetzgeber, der Warenhäuser verboten hatte, gewollt. Dieses Verbot fiel 32 Jahre später und sorgte für eine neue Erkenntnis: Supermärkte und spezialisierte Geschäftebe befruchten sich gegenseitig. Ein kurzer Überblick mit einem konkreten Fallbeispiel.