Neue Parkplatzsituation für mehr Sicherheit der Schulkinder
Noch vor den Weihnachtsferien konnten die Bauarbeiten zur Neugestaltung des oberen Parkplatzes beim Schulzentrum Resch abgeschlossen und der Betrieb aufgenommen werden. Die umgesetzten Massnahmen sorgen fortan für deutlich mehr Sicherheit auf dem Schulweg.
Es ist ein bekanntes Problem: die zahlreichen Elterntaxis, die zwar in der Regel gut gemeint sind, aber eine Gefahrenquelle für all jene Schülerinnen und Schüler darstellen, die zu Fuss oder mit dem Rad unterwegs sind. Insbesondere beim nördlich gelegenen Parkplatz Resch an der Duxgass, direkt beim Hauptzugang zur Primarschule, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu kritischen Situationen zwischen Autos und Kinder.
Um diese Problematik anzugehen, haben die Gemeindepolizei und die Bauverwaltung gemeinsam mit der Kommission Schulwegsicherung sowie dem Schulrat bereits seit Längerem nach einer Lösung gesucht. Ziel war es, die Situation vor Ort nachhaltig zu entschärfen. Daraus entstand ein Konzept, dem der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zugestimmt hat. Es sieht eine konsequente Trennung des motorisierten und des nicht motorisierten Verkehrs vor. Mittlerweile sind die Arbeiten, die zum Start der Herbstferien Anfang Oktober begonnen hatten, grossteils abgeschlossen.
Klare Trennung der Wege erhöht die Sicherheit
Der Parkplatz präsentiert sich heute in einem völlig neuen Erscheinungsbild. Ein äusseres, rund um den Parkplatz geführtes Trottoir, das an jenes der Duxgass anschliesst, ermöglicht Kindern aus östlicher und westlicher Richtung sowie von der Ortsbushaltestelle «Im Duxer» einen sicheren Zugang zur Schule. Die Haltestelle war bereits in den vergangenen Monaten um einige Meter näher an das Areal der Gemeindeschule verlegt und ausgebaut worden. Dadurch entstand ein grosszügiger Wartebereich, der ein gefahrloses Ein- und Aussteigen ermöglicht.
Beim Parkplatz selbst sind die Verkehrsflächen nun klar strukturiert: Die Fahrbahn für Autos, die 31 Parkplätze sowie zwei Behindertenparkplätze und eine neu geschaffene «Kiss & Ride»-Haltekante liegen getrennt von den Trottoirs im Innenbereich. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Markierungen am Boden noch provisorisch, da die endgültigen erst eingezeichnet werden, wenn der Deckbelag aufgebracht ist. Das wird im Frühling der Fall sein.
«Beim neuen Kiss-&-Ride-Modell handelt es sich um eine kurzzeitige Haltezone, in der Autofahrer Kinder sicher und rasch ein- oder aussteigen lassen können», erklärt Gemeindepolizist Thomas Schädler. «Parken ist dort nicht erlaubt.» Die Haltezone wird blau markiert, mit Piktogrammen gekennzeichnet und entsprechend signalisiert. «Wir freuen uns sehr darüber, dass den Kindern nun sowohl berg- als auch talseitig ein geschützter Schulweg zur Verfügung steht. Das frühere Sicherheitsrisiko durch das Queren der Fahrbahn im Bereich der Parkplätze ist damit beseitigt.»
Zusätzlich wurde die Parkzeit auf zwei Stunden begrenzt, und der Parkplatz steht künftig ausschliesslich dem Personal sowie Besucherinnen und Besuchern des Schulzentrums Resch zur Verfügung. «Dies soll auch die bisherige Parkplatzknappheit entschärfen», ergänzt Schädler.
Ein weiteres Plus für die Sicherheit – insbesondere für Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen – ist der neu und grosszügig gestaltete Vorbereich beim bereits bestehenden Fahrradabstellplatz.
Zeitplan eingehalten
Der Schaaner Tiefbauleiter Jürgen Gritsch zeigt sich zufrieden mit dem zügigen Baufortschritt: «Uns war es ein grosses Anliegen, die Arbeiten rasch abzuschliessen, da es sich um einen stark frequentierten und wichtigen Zugang zum Schulzentrum handelt.» Entsprechend wurde mit dem zuständigen Bauunternehmen eine erhöhte Präsenz von Arbeitskräften vereinbart. «So konnten wir den Zeitplan einhalten. Von den Anpassungen versprechen wir uns, dass eine langjährige Gefahrenquelle nun endlich dauerhaft entschärft ist – die Kinder müssen die Fahrbahnflächen nicht mehr queren und erreichen die Schule sicher.»
Fotos: Michael Zanghellini