Nachhaltiges Handeln sichtbar machen und zum Mitmachen inspirieren
Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen dienen der Gemeinde Schaan in vielen Bereichen als Richtschnur für ihr Handeln. Dabei geht es nicht nur um ökologische Nachhaltigkeit, sondern generell um zukunftsgerichtete Entscheidungen und Aktionen, von denen Bevölkerung, Natur und Wirtschaft gleichermassen profitieren. Wie Schaan dies umsetzt, zeigt die Gemeinde in ihrem Jahresbericht.
Im Jahresbericht 2025, der vor einigen Tagen in alle Schaaner Haushalte verteilt wurde, berichten die Abteilungen der Verwaltung sowie verschiedene Kommissionen über die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit im vergangenen Jahr. Erstmals enthält der Bericht zudem einen vierseitigen Nachhaltigkeitsteil. Darin zeigt die Gemeinde auf, wie ihre Arbeit zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Grundlage dafür sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der UNO (Sustainable Development Goals, SDGs), von denen 14 für die Gemeinde relevant sind, ebenso wie die Ziele der Energiestadt, die Vorgaben der Regierung für öffentliche Unternehmen und die Entwicklungsstrategie «Standort Schaan» für die Jahre 2025 bis 2029. «Wir übernehmen mit dieser strukturierten Nachhaltigkeitsberichterstattung eine Vorreiterrolle und setzen ein klares Zeichen für nachhaltiges kommunales Handeln», sagt Vorsteher Daniel Hilti.
Rahmenbedingungen schaffen und Vorbild sein
«Nachhaltigkeit bedeutet für Schaan, die Lebens- und Standortqualität der Gemeinde langfristig zu sichern», sagt Daniel Hilti. «Ein hoher Lebensstandard entsteht dort, wo ein lebendiges Dorfzentrum, vielfältige Wohn- und Freiräume sowie eine zukunftsorientierte Wirtschafts-, Energie- und Umweltpolitik zusammenwirken.»
Die Gemeinde kann dazu auf drei Arten beitragen, wie der Gemeindevorsteher ausführt: durch gute Rahmenbedingungen in den Bereichen Planung, Infrastruktur und Mobilität, durch die Förderung erneuerbarer Energien sowie von Kultur und Vereinsleben und durch ihre Vorbildfunktion – etwa bei den gemeindeeigenen Liegenschaften, in der Digitalisierung oder als Energiestadt. «Diese Aufzählung zeigt, dass wir Nachhaltigkeit in einem umfassenden Kontext verstehen.»
Anhand konkreter Beispiele zeigt die Gemeinde im Jahresbericht, wie sie in den Bereichen Lebensqualität, Gesellschaft und Bildung, Mobilität, Wirtschaft, Umwelt und Energie sowie Bürgerservice und Gemeindeverwaltung nachhaltig handelt. Dazu gehören beispielsweise erschwingliche Wohnungen im Baurecht für junge Familien in der Egerta oder der Park im Äscherle als attraktives Naherholungsgebiet und wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Gemeinsam mehr erreichen
«Die grösste Wirkung entsteht dort, wo es gelingt, Bevölkerung und Wirtschaft einzubeziehen», betont Daniel Hilti. Denn Massnahmen, die sich über die ganze Gemeinde erstrecken, entfalten ein Vielfaches der Wirkung im Vergleich zu rein verwaltungsinternen Aktivitäten. «Voraussetzung dafür, Bevölkerung und Wirtschaft zum Handeln zu animieren, sind wiederum geeignete Rahmenbedingungen und zielgerichtete Förderangebote, die es den Einwohnern und Unternehmen erleichtern, selbst zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.»
In diesem Sinn soll der Nachhaltigkeitsteil im Jahresbericht nicht nur informieren, sondern auch inspirieren: Er zeigt auf, welche Ziele die Gemeinde verfolgt, welche Förder- und Unterstützungsangebote bestehen und wie jede und jeder mit eigenem Handeln zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann.
Foto: Tatjana Schnalzger