Gebiet Gamperdon: letzte Etappe der Zentrumsentwicklung wird konkreter
Das Entwicklungskonzept für das Gebiet Gamperdon zwischen Wiesengass und der Strasse Im Loch hat der Gemeinderat bereits im Sommer 2024 genehmigt. Seither hat es im Areal Veränderungen gegeben, was gewisse Anpassungen ermöglichte.
Der Abbruch des ehemaligen Jehle-Gruber-Supermarkts im Sommer 2025, der Brand des früheren Faoro-Modegeschäfts kurz vor Weihnachten 2024 sowie der Abbruch des betroffenen Gebäudes ab Ende Oktober haben das Gesicht der Flur Gamperdon verändert. Ebenfalls abgebrochen wurde inzwischen das Haus an der Landstrasse Nr. 64, das die Gemeinde Schaan im Jahr 2016 vorausschauend erworben hat. Damit sind drei markante Häuser entlang der Landstrasse gewichen, und das Areal, auf dem sich die letzte Etappe der Zentrumsentwicklung abspielen wird, ist bis auf eine Ausnahme frei von Gebäuden. Dementsprechend beschäftigte sich der Gemeinderat im Oktober des vergangenen Jahres mit der Weiterentwicklung des im Juni 2024 verabschiedeten Entwicklungskonzepts für das Gebiet.
Anpassungen im Sinne der Arrondierung und Sicherheit
«Am Gesamtkonzept hat sich nichts geändert», sagt Gemeindevorsteher Daniel Hilti. Wenn die letzte Weiterführung der Poststrasse bis hin zur Kreuzung Landtrasse-Loch-Winkelgass einmal fertiggestellt ist, wird in diesem Perimeter entlang der Landstrasse ein Grünbereich sein, entlang der Poststrasse befindet sich dann die Bausubstanz. «Die Überlegung dahinter ist es, die historischen, teils denkmalgeschützten Gebäude östlich der Hauptstrasse im Gebiet St. Peter-Winkel optisch nicht zu erdrücken, sondern sie zur Geltung zu bringen.»
Die Anpassungen am Entwicklungskonzept, mit denen sich der Gemeinderat im Oktober 2025 beschäftigt hat, dienten der Arrondierung der gemeindeeigenen Grundstücke im Bereich Gamperdon und dabei wiederum vor allem der Verkehrssicherheit. Sie ermöglichen es, im Kreuzungsbereich Wiesengass-Landstrasse das Trottoir zu verbreitern und dort, wo die Poststrasse künftig über das Loch in die Landstrasse einmünden wird, eine verbesserte Fussgängerführung zu planen. Bis es so weit ist, wird es aber noch einige Jahre dauern. «Die Umsetzung der letzten Poststrassenetappe ist ab dem zweiten Halbjahr 2033 vorgesehen. Die an die Wiesengass angrenzenden Grundstücke im nördlichen Bereich des Gamperdon können aber schon früher bebaut werden», sagt Daniel Hilti. «Ich bin überzeugt, dass wir eine ideale Lösung für das Gebiet gefunden haben und dass sich das Gamperdon so Schritt für Schritt positiv entwickelt, bis die Poststrasse schliesslich ihre bereits ursprünglich vorgesehene Streckenführung erreicht hat.»
Foto: Abbruch des ehemaligen Faoro-Moda-Gebäudes im November 2025 / Michael Zanghellini