Nach seinem Lehrabschluss konnte Carl Walser (*1934) sich vor Stellenangeboten kaum retten. Er entschied sich für die Hilti o. H. G, wo er rasch Karriere machte. So hat er den Wandel Schaans von der Agrargemeinde zum Industriestandort hautnah miterlebt und mitgeprägt. Später war es ihm ein Anliegen, die Berufsbildung weiter voranzubringen.
Die heutige Weltfirma Hilti AG ging aus einer überschaubaren mechanischen Werkstätte hervor. Der Betrieb befand sich damals noch an der Landstrasse westlich der Kirche St. Peter. Von dort aus trat das Unternehmen einen eindrücklichen Erfolgsweg an.
Als Kind und Jugendlicher musste Carl Walser (*1934) wie fast alle aus seiner Generation auf dem Feld und im Stall zum Familieneinkommen beitragen. Nach der Realschule wollte er eine Lehre absolvieren. Doch Ausbildungsplätze waren rar. Da tat sich ihm eine Chance in Oberösterreich auf, die er gerne genutzt hat.
Im bäuerliche geprägten Liechtenstein waren Handwerk und Gewerbe lange Zeit nur ein Nebenerwerb. Es dauerte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, bis sich dies ändern sollte. Noch etwas länger dauerte es, bis sich auch die Berufsbildung institutionalisierte. Dazu beigetragen haben Pioniere wie Wilhelm Büchel und Carl Walser.
Als junge Frau hat Hannelore Frommelt einen Bürojob angestrebt und die entsprechende Ausbildung absolviert. Doch das Leben hatte andere Pläne mit ihr. Sie übernahm die Handlung ihrer Grossmutter, baute daraus das Modehaus Hannelore auf und schrieb damit einen Teil der Geschichte des «kaufin».
Einkaufsläden waren in Liechtenstein lange dünn gesäht. Als sie sich schliesslich durchsetzen konnten, waren sie zunächst klein und sehr stark spezialisiert. Ab 1937 war dies sogar vom Gesetzgeber, der Warenhäuser verboten hatte, gewollt. Dieses Verbot fiel 32 Jahre später und sorgte für eine neue Erkenntnis: Supermärkte und spezialisierte Geschäftebe befruchten sich gegenseitig. Ein kurzer Überblick mit einem konkreten Fallbeispiel.
Alice Bermann-Cohn (1914-2000)
Ihr Leben im deutschen Breslau fand 1933 durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten eine jähe Veränderung. Als Jüdin musste sie ihre Berufsausbildung zur Innenarchitektin abbrechen. Der Verfolgung durch die Nazis entkam sie 1936 nach Holland, das jedoch 1940 von Deutschland besetzt wurde.
An der Plankner Strasse stehen auf der Höhe des Schaaner Forstwerkhofes am Rande eines kleinen beschaulichen Platzes sechs Holzkreuze. Sie erinnern an Unglücksfälle in Wald und Rüfe, die zwischen 1882 und 1933 im Gebiet Efisalf, Wisseler und Efiplankatobel sechs Schaaner Männer aus dem Leben gerissen haben.
Dr. Adolf Schneider (1899-1979)
Der aus Ellenberg einer Gemeinde im Ostalkries in Baden-Württemberg stammende Schneider gehört zu den liechtensteinischen Industriepionieren. Er hatte am Technikum Karlsruhe studiert und dort mit einem Diplom als Maschinenbauingenieur abgeschlossen.