Als junge Frau hat Hannelore Frommelt einen Bürojob angestrebt und die entsprechende Ausbildung absolviert. Doch das Leben hatte andere Pläne mit ihr. Sie übernahm die Handlung ihrer Grossmutter, baute daraus das Modehaus Hannelore auf und schrieb damit einen Teil der Geschichte des «kaufin».
«SchaanGschecht» gibt Einblicke in ausgewählte Themen aus unterschiedlichsten Bereichen der Gemeindegeschichte. In der Rubrik «Schaa verzellt» kommen dabei Zeitzeugen in Videointerviews zu Wort und lassen frühere Tage lebendig werden.
Einkaufsläden waren in Liechtenstein lange dünn gesäht. Als sie sich schliesslich durchsetzen konnten, waren sie zunächst klein und sehr stark spezialisiert. Ab 1937 war dies sogar vom Gesetzgeber, der Warenhäuser verboten hatte, gewollt. Dieses Verbot fiel 32 Jahre später und sorgte für eine neue Erkenntnis: Supermärkte und spezialisierte Geschäftebe befruchten sich gegenseitig. Ein kurzer Überblick mit einem konkreten Fallbeispiel.
Der erste in den Medien erwähnte Autounfall in Schaan ereignete sich im August 1908. Doch auch die älteren Verkehrsmittel boten allerlei Möglichkeiten, um zu verunfallen. Manche Unglücke gingen glimpflich aus, andere leider nicht, und einige regen selbst aus der Distanz zum Schaudern an. Ein Auszug aus vier Jahrzehnten Mobilitätsgeschichte.
In den 1940er-Jahren haben Lorenz Schierscher und Gottlieb Hilti gemeinsam die Schulbank gedrückt, 1979 waren sie Konkurrenten um das Amt des Vorstehers, 1981 spannten sie als Vorsteher und Gemeinderat zusammen, um Schaan den Erwerb des Anwesens Steinegerta zu ermöglichen. Mit einem Trick verhinderten sie eine Abstimmung über den Kauf, weil sie überzeugt waren, dass er für die Zukunft der Gemeinde von grosser Bedeutung ist.
Ob Politiker für ihr Amt zu beneiden sind oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. Ebenso verhält es sich bei der Frage, ob der Job heute einfacher ist als vor rund 100 Jahren. Die Materien, mit denen sich Regierung, Vorsteher und Gemeinderäte, zu befassen hatten, waren aber definitiv anders gelagert. SchaanGschecht gibt künftig in unregelmässigen Abstände Einblicke in die politische Arbeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Die Gefahr, die für den Menschen vom Feuer ausgeht, ist wohl so alt wie die Nutzbarmachung desselben. Somit reicht auch die Geschichte der Brandbekämpfung deutlich weiter zurück als jene der in Vereinen organisierten Feuerwehren. Für das freiwillige Feuerwehrwesen spielt dann vor allem die Zeit ab 1862 eine Rolle.
Alice Bermann-Cohn (1914-2000)
Ihr Leben im deutschen Breslau fand 1933 durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten eine jähe Veränderung. Als Jüdin musste sie ihre Berufsausbildung zur Innenarchitektin abbrechen. Der Verfolgung durch die Nazis entkam sie 1936 nach Holland, das jedoch 1940 von Deutschland besetzt wurde.
An der Plankner Strasse stehen auf der Höhe des Schaaner Forstwerkhofes am Rande eines kleinen beschaulichen Platzes sechs Holzkreuze. Sie erinnern an Unglücksfälle in Wald und Rüfe, die zwischen 1882 und 1933 im Gebiet Efisalf, Wisseler und Efiplankatobel sechs Schaaner Männer aus dem Leben gerissen haben.
Dr. Adolf Schneider (1899-1979)
Der aus Ellenberg einer Gemeinde im Ostalkries in Baden-Württemberg stammende Schneider gehört zu den liechtensteinischen Industriepionieren. Er hatte am Technikum Karlsruhe studiert und dort mit einem Diplom als Maschinenbauingenieur abgeschlossen.