SolarButterfly landet in Schaan – wenn Klimaschutz richtig cool wird
Ein Tiny House aus Ozeanplastik, ausklappbare Solarflügel und ein Weltreisender auf Mission: Die Mittelstufenklassen der Schaaner Gemeindeschulen haben am 21. Mai Besuch vom wohl aussergewöhnlichsten Klimagefährt der Welt bekommen.
Ein Schmetterling sorgte am Donnerstag für Aufsehen vor dem Schulzentrum Resch – und zwar ein ganz einzigartiges Exemplar. Der weit gereiste SolarButterfly-Wohnwagen von Solarpionier Louis Palmer machte Halt in Schaan und brachte eine Mischung aus Abenteuer, Innovation und Zukunftsvision direkt zu den Schülerinnen und Schülern. Der Schmetterling steht symbolisch für die Wandlung – weg von den fossilen Treibstoffen hin zur Unabhängigkeit mit erneuerbaren Energien.
Solarbetriebener Weltenbummler
Das solarbetriebene Tiny House sieht nicht nur spektakulär aus, sondern hat auch eine beeindruckende Geschichte im Gepäck: Zwischen 2022 und 2025 reiste der SolarButterfly quer durch 47 Länder auf fünf Kontinenten – auf der Suche nach den spannendsten Klimaideen und nachhaltigsten Technologien dieser Zeit. Mit seinen ausklappbaren Solarflügeln, 40 Quadratmetern Solarpanels und einer Konstruktion aus recycelten PET-Flaschen aus dem Ozean zeigt der SolarButterfly, dass Klimaschutz alles andere als langweilig ist. Im Gegenteil: Mit diesem Gefährt wird Zukunft genauso spannend wie greifbar. Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufen durften das Fahrzeug begehen, interaktive Lösungen für die Probleme, die der Klimawandel mit sich bringt, entdecken und hautnah erleben, wie man mit Solarenergie reisen, wohnen und arbeiten kann.
Abenteurer und Visionär
Hinter dem Projekt steckt der Luzerner Lehrer, Abenteurer und Solarpionier Louis Palmer. Bereits vor 17 Jahren schrieb er Geschichte, als er mit dem «Solartaxi» als erster Mensch überhaupt die Erde mit einem solarbetriebenen Auto umrundet hat. Heute inspiriert er mit dem SolarButterfly junge Menschen weltweit dazu, gross zu denken und eigene Ideen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. «Mein Ziel ist es, den Kindern zu zeigen, dass Klimaschutz tatsächlich machbar ist und die Technik dafür heute bereits existiert», sagt Palmer.
Der Besuch in Schaan ist Teil einer Tournee von Genf nach Ilanz, bei der rund 30’000 Schülerinnen und Schüler erreicht werden sollen. Für die Kinder der Schaaner Gemeindeschulen war es eine besondere Begegnung mit Technik, Kreativität und der Frage, wie die Welt von morgen aussehen könnte. Und vor allem war es wohl ein unvergesslicher Schultag.
Mehr Infos: www.solarbutterfly.org
Fotos: Michael Zanghellini