Seit Mitte Juni sind die Arbeiten an der ÖBB-Trasse kaum zu übersehen. Sie dauern noch bis Mitte Oktober 2026 an und sorgen für gewisse Einschränkungen beim motorisierten Verkehr. Doch verglichen mit den Arbeiten zu Beginn der 1870er-Jahre sind sie eine Kleinigkeit. Zuvor hatte sich Liechtenstein stark für seinen Anschluss ans Bahnnetz engagiert und später zusammen mit den ÖBB immer wieder in die Infrastruktur investiert.
Der erste in den Medien erwähnte Autounfall in Schaan ereignete sich im August 1908. Doch auch die älteren Verkehrsmittel boten allerlei Möglichkeiten, um zu verunfallen. Manche Unglücke gingen glimpflich aus, andere leider nicht, und einige regen selbst aus der Distanz zum Schaudern an. Ein Auszug aus vier Jahrzehnten Mobilitätsgeschichte.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnten in Schaan nur wenige Menschen lesen und schreiben. Die mehrheitlich sehr arme Dorfbevölkerung konnte und wollte sich den Unterricht, der in privaten Häusern erteilt wurde, nicht leisten. Ein Gemeindevorsteher legte 1808 sein Amt mit der Begründung nieder, nicht lesen, schreiben und rechnen zu können.