Drei Projekte, ein Areal mit Zukunft
Noch ist nicht alles gebaut, doch wie das Areal zwischen Egerta und Bahnhofstrasse künftig aussehen wird, wird zunehmend deutlich. Das Hotel Central befindet sich auf der Zielgeraden, die Baurechtswohnungen sind geplant und das «Haus am Gleis» wird konkreter. Ein Blick auf drei Projekte und ihren aktuellen Stand.
Der Anblick der Baustelle an der Kreuzung von Egerta und Bahnhofstrasse hat sich in den vergangenen Wochen rasch verändert. Der Hochbau des Hotels Central schreitet zügig voran. «Aus heutiger Sicht sind wir mit dem Projektverlauf sehr zufrieden. Die Arbeiten auf der Baustelle verlaufen planmässig, und bislang gab es keine nennenswerten Verzögerungen», sagt Bauherr Thomas Büchel. «Natürlich stehen noch einige anspruchsvolle Etappen bevor, doch wir blicken der letzten Bauphase mit Zuversicht entgegen.»
Hotel Central auf der Zielgeraden
Im Aussenbereich des Hotels liegt der Schwerpunkt derzeit auf der Fertigstellung der Fassade. Bis Ende November werden die letzten Arbeiten daran abgeschlossen. Anschliessend kann das Gerüst zurückgebaut werden, womit das Gebäude erstmals in seiner endgültigen Erscheinung sichtbar wird. Die vertikale Begrünung ist zu diesem Zeitpunkt ebenfalls erstellt, wird ihre volle Wirkung aufgrund der noch jungen Bepflanzung jedoch erst mit der Zeit entfalten.
«Im Innenbereich laufen die Ausbauarbeiten auch auf vollen Touren. Schritt für Schritt entstehen jene Räume und Bereiche, die künftig das Gästeerlebnis prägen werden», sagt Thomas Büchel. «Bis Ende 2026 werden einige Bereiche bereits weitgehend fertiggestellt sein, sodass der Charakter des Hotels deutlich erkennbar sein wird. Danach folgen die Feinarbeiten, die Möblierung und die technische Inbetriebnahme der verschiedenen Systeme.»
Die ersten Buchungen liegen vor
Parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle laufen die Vorbereitungen für den operativen Hotelbetrieb auf Hochtouren. «Dazu gehören die Rekrutierung der Mitarbeitenden, die Entwicklung des gastronomischen Konzepts, die Ausarbeitung von Betriebsabläufen sowie die Vorbereitung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten», sagt Thomas Büchel.
Ziel sei es, das Hotel Central nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch und personell optimal auf die Eröffnung im Frühjahr 2027 vorzubereiten. «Diese Arbeiten werden vom erfahrenen Führungsteam des Hotels kommod in Ruggell verantwortet, das künftig auch die Leitung des Hotels Central übernehmen wird», sagt Thomas Büchel. «So können wir auf bestehendes Know-how, etablierte Prozesse und wertvolle Erfahrungen zurückgreifen. Zudem freut es uns, dass wir bereits erste Buchungen zu verzeichnen haben und an einzelnen Tagen schon ausgebucht sind.» Weiterführende Informationen finden sich auf der Website hotelcentral.li.
Attraktiver, tragbarer Wohnraum für Familien
Noch nicht so weit fortgeschritten wie das Hotel Central sind die beiden anderen Projekte auf dem Areal. Die Baurechtswohnungen in der Egerta sollen nach derzeitigem Stand Ende 2028 bezugsbreit sein. «Nach der Auswahl des Siegerprojekts haben wir das Bauprojekt weiterentwickelt und, um möglichst kostengünstig zu sein, in Bezug auf Materialisierung und Konstruktion optimiert. Das Wohnungskonzept ist nun für alle künftigen Baurechtsnehmer einheitlich. Die Wohnungen unterscheiden sich nur noch in Grösse und Zimmeranzahl», sagt Marion Risch, Hochbauleiterin der Gemeinde Schaan.
Der Baubeginn ist für Frühling 2027 geplant, hängt allerdings noch von der Fertigstellung der Strassenarbeiten in der Egerta ab. «Es lässt sich aber heute schon sagen, dass durch das durchdachte und gelungene Konzept sehr attraktiver, finanziell tragbarer Wohnraum für Familien entstehen wird», sagt Marion Risch.
Das «Haus am Gleis» nimmt konkrete Züge an
Nochmals etwas weiter entfernt von der Fertigstellung ist das «Haus am Gleis», wie sich der künftige Ort für Begegnung, Arbeit, Kultur und Leben nennt. «Ein Baubeginn ist frühestens Ende 2027 realistisch und somit ein Bezug im Sommer 2029», sagt Stephan Gstöhl, einer der zwei Initiatoren.
Doch untätig waren er und seine Mitinitiantin Annett Höland bisher keineswegs. Im Januar und Februar fanden beispielsweise Ideenworkshops im SAL statt. «Über 60 Menschen haben sich Zeit genommen, ihre Gedanken, Erfahrungen und Wünsche einzubringen. Diese Offenheit und das grosse Interesse zeigen, wie wichtig dieser Ort für den Alltag vieler ist und welch grosses Vertrauen in seine zukünftige Entwicklung gesetzt wird», sagt Annett Höland.
In den Rückmeldungen sei auch deutlich geworden, welches Potenzial im Standort und dem zukünftigen Bauprojekt steckt. «Ein zentrales Anliegen vieler Teilnehmender war das Thema Gemeinschaft», erläutert Annett Höland. Das Entwicklungsgebiet der Egerta wird als Ort gesehen, an dem Begegnung möglich sein soll, offen, sichtbar und für alle Generationen. Räume für Austausch, gemeinsames Tun und zufällige Treffen werden als wichtige Bausteine für ein lebendiges Miteinander beschrieben. Zusammenfassend zeigt die Beteiligung ein sehr ermutigendes Bild. Der Umkreis der Egerta wird als Ort mit viel Wärme, Potenzial und Zukunft gesehen. «Wir sind überzeugt, dass wir damit ein Vorzeigeprojekt für Liechtenstein und die ganze Region umsetzen können», sagt Annett Höland.
Mitdenken, mitmachen, mitfiebern
Nun geht es Schlag auf Schlag weiter mit dem Projekt. «Im Herbst 2026 starten wir mit Info-Veranstaltungen und verschiedenen Aktivitäten, durch die das Projekt sichtbar und erlebbar gemacht werden soll», sagt Stephan Gstöhl. Ausserdem läuft aktuell die Vorbereitung auf die Finanzierungsphase. Sie beginnt im Januar 2027. Ab dann kann das Projekt finanziell unterstützt werden, beispielsweise durch das Zeichnen von Genossenschaftsanteilen «Wir freuen uns auch über die Unterstützung für das Bauprojekt durch lokale Unternehmen. Zudem kann man sich bereits jetzt als Mietinteressentin beziehungsweise -interessent oder als Betreiberin beziehungsweise Betreiber eines Betriebsteils melden. Wir sind immer offen für Menschen, die mitdenken, mitmachen, mitfiebern und letztlich auch mitinvestieren wollen.» Weitere Informationen finden sich unter hausamgleis.li.