Geburt

Mel­de­pflicht

Jedes Kind eines liech­ten­stei­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen oder Aus­län­ders mit Wohn­sitz in Liech­ten­stein muss nach der Ge­burt beim Liecht. Zi­vil­stands­amt re­gis­triert wer­den. Erst nach­dem die Re­gis­trie­rung der Ge­burt er­folgt ist, kann beim Liecht. Zi­vil­stands­amt ein Fa­mi­li­en­re­gis­ter­aus­zug oder ein Ge­burts­schein be­stellt wer­den.

Falls die Ge­burt nicht in einem Spi­tal er­folgt ist, muss eine Ge­burts­an­zei­ge von der Heb­am­me und den El­tern un­ter­schrie­ben beim Liecht. Zi­vil­stands­amt ab­ge­ge­ben wer­den.

Jede im Aus­land er­folg­te Ge­burt muss von den El­tern per­sön­lich ge­mel­det wer­den. Hier­zu be­nö­tigt das Liecht. Zi­vil­stands­amt ein Ori­gi­nal der Ge­burts­ur­kun­de. Die Ge­burt wird im Ge­bur­ten­re­gis­ter der ent­spre­chen­den Ge­mein­de ein­ge­tra­gen.

An­mel­dung bei der Kran­ken­kas­se

Damit Ihr Kind ab Ge­burt den kom­plet­ten Ver­si­che­rungs­schutz ge­niesst, ist es wich­tig, dass die Ver­si­che­rung für das wer­den­de Kind be­reits wäh­rend der Schwan­ger­schaft ab­ge­schlos­sen wird. Die bei­den in Liech­ten­stein tä­ti­gen Kran­ken­kas­sen stel­len die not­wen­di­gen Un­ter­la­gen gerne zur Ver­fü­gung:

 

Fa­mi­li­en­re­gis­ter­aus­zug und Ge­burts­schein

Nach­dem die Re­gis­trie­rung der Ge­burt er­folgt ist, kann beim Liecht. Zi­vil­stands­amt ein Fa­mi­li­en­re­gis­ter­aus­zug für die Ein­tra­gung des Kin­des im Pass (nur bei liech­ten­stei­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen) oder ein Ge­burts­schein be­stellt wer­den. Ge­burts­schei­ne in deut­scher Spra­che oder In­ter­na­tio­na­le Ge­burts­schei­ne kön­nen beim Liecht. Zi­vil­stands­amt te­le­fo­nisch, per­sön­lich oder brief­lich be­stellt wer­den.

Fa­mi­li­en­na­me des Kin­des

Kin­der mit­ein­an­der ver­hei­ra­te­ter El­tern füh­ren den ge­mein­sa­men Fa­mi­li­en­na­men der El­tern. Sind sie nicht mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet, so er­hält das Kind bei Ge­burt den le­di­gen Namen der Mut­ter. Falls die El­tern ge­richt­lich ge­trennt sind, er­hält das Kind, so­fern die­ses 302 Tage nach der ge­richt­li­chen Tren­nung ge­bo­ren wird, den le­di­gen Namen der Mut­ter, an­sons­ten den ver­hei­ra­te­ten Namen der Mut­ter. Das­sel­be gilt bei der ge­richt­li­chen Schei­dung.

Vor­na­me des Kin­des

Sind die El­tern mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet, so be­stim­men sie ge­mein­sam die Vor­na­men des Kin­des, an­sons­ten steht die Na­mens­ge­bung nur der Mut­ter zu. Die Namen sind dem Liecht. Zi­vil­stands­amt mit der Ge­burts­an­zei­ge mit­zu­tei­len. Die El­tern kön­nen dem Kind grund­sätz­lich einen be­lie­bi­gen Vor­na­men geben, so­fern die­ser nicht die In­ter­es­sen des Kin­des of­fen­sicht­lich ver­letzt.

Bür­ger­recht des Kin­des

Sind die El­tern mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet und ist der Vater liech­ten­stei­ni­scher Staats­bür­ger, so er­hält das Kind die liech­ten­stei­ni­sche Staats­bür­ger­schaft und das Bür­ger­recht des Va­ters. Be­sitzt nur die Mut­ter die liech­ten­stei­ni­sche Staats­bür­ger­schaft, so er­hält das Kind die liech­ten­stei­ni­sche Staats­bür­ger­schaft und das Bür­ger­recht der Mut­ter. Aus­ser­ehe­li­che Kin­der liech­ten­stei­ni­scher Väter bzw. Müt­ter er­hal­ten eben­falls die liech­ten­stei­ni­sche Staats­bür­ger­schaft und das Bür­ger­recht des Va­ters bzw. der Mut­ter.

Un­ehe­li­che Kin­der

Ist der Ehe­mann nicht der leib­li­che Vater, muss die Ver­mu­tung der Va­ter­schaft über das Amt für So­zia­le Diens­te, Ab­tei­lung Kin­der- und Ju­gend­dienst, er­fol­gen. Das Amt für So­zia­le Diens­te er­hält nach er­folg­ter Ge­burts­re­gis­trie­rung vom Liecht. Zi­vil­stands­amt eine Mel­dung über die Ge­burt eines aus­ser­ehe­li­chen Kin­des. An­schlies­send be­kom­men die El­tern vom Amt für So­zia­le Diens­te, Ab­tei­lung Kin­der- und Ju­gend­dienst, eine Ein­la­dung zur Un­ter­zeich­nung der Va­ter­schaftsan­er­ken­nung. Diese Va­ter­schaftsan­er­ken­nung wird dann vom Amt für So­zia­le Diens­te an das Land­ge­richt zur pfleg­schafts­ge­richt­li­chen Ge­neh­mi­gung wei­ter­ge­lei­tet und an das Liecht. Zi­vil­stands­amt zur Re­gis­trie­rung der Va­ter­schaft über­mit­telt.

 

Im Fürs­ten­tum Liech­ten­stein wird die Mut­ter über ihre Rech­te und Pflich­ten in­for­miert. Die Mut­ter ent­schei­det dann, ob eine Va­ter­schaftsan­er­ken­nung un­ter­zeich­net wird, oder nicht ob sie den Vater des ge­mein­sa­men Kin­des be­kannt geben will, oder nicht. Hin­sicht­lich Ver­wandt­schaft und Erb­be­rech­ti­gung be­steht im Fürs­ten­tum Liech­ten­stein kein Un­ter­schied zwi­schen einem “ehe­li­chen“ und “aus­ser­ehe­li­chen“ Kind.