Wohnen im Alter

In un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Al­ters- und Pfle­ge­heim Haus St. Lau­ren­ti­us hat die Ge­mein­de Scha­an 11 Al­ters­woh­nun­gen ge­baut.

 

 

Lücke zwi­schen Zu­hau­se und Heim

Die Ge­mein­de Scha­an setz­te mit dem Pro­jekt "Woh­nen für Se­nio­ren" eine wich­ti­ge Ziel­set­zung der Al­ters­po­li­tik um, näm­lich den Se­nio­rin­nen und Se­nio­ren ein selbst­be­stimm­tes Leben bis ins hohe Alter zu er­mög­li­chen. Mit dem Bau al­ters­ge­rech­ter, bar­rie­re­frei­er Woh­nun­gen in Scha­an wird die be­ste­hen­de Lücke zwi­schen dem Woh­nen in der ver­trau­ten Um­ge­bung zu­hau­se und dem Pfle­ge­heim ge­schlos­sen.


Be­darfs­ge­rech­te Be­treu­ung

Am­bu­lan­te Be­treu­ungs­an­ge­bo­te und die räum­li­che Nähe zum Al­ters- und Pfle­ge­heim St. Lau­ren­ti­us geben den Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­nern der Al­ters­woh­nun­gen die not­wen­di­ge Si­cher­heit, falls sie ein­mal auf Un­ter­stüt­zung oder Hilfe an­ge­wie­sen sind. An­fangs 2012 wurde mit dem Bau der Woh­nun­gen neben dem Haus St. Lau­ren­ti­us be­gon­nen. Das vom Ar­chi­tek­tur­bü­ro Er­hart + Part­ner AG ent­wor­fe­ne Ge­bäu­de fügt sich gut in das Orts­bild ein und bil­det mit dem Haus St. Lau­ren­ti­us einen ge­mein­sa­men Aus­sen­raum. Es bie­tet Platz für elf bar­rie­re­freie Woh­nun­gen, die den Be­woh­nern op­ti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für ein selbst­be­stimm­tes Woh­nen im Alter schaf­fen. Die Woh­nun­gen sind als Ein- oder Zwei­per­so­nen­haus­hal­te aus­ge­legt (neun 2 1/2-Zim­mer­woh­nun­gen und zwei 3 1/2-Zim­mer­woh­nun­gen).


Nut­zung vor­han­de­ner In­fra­struk­tu­ren

Neben der al­ters­ge­rech­ten Bau­wei­se steht den Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­nern je nach Be­darf prak­tisch die ge­sam­te In­fra­struk­tur des be­nach­bar­ten Pfle­ge­heims zur Ver­fü­gung. Das kön­nen Haus­hil­fe­diens­te sein, die Rei­ni­gung der Woh­nung oder der Wä­sche­ser­vice. An­ge­bo­ten wer­den auch Fahr­diens­te und die Ver­sor­gung mit Mahl­zei­ten. Dazu kommt der Schwes­tern­not­ruf, um in Not­fäl­len eine ra­sche Erst­ver­sor­gung und Alar­mie­rung zu ge­währ­leis­ten. Eine Be­son­der­heit des Kon­zepts ist die so­zia­le In­te­gra­ti­on, weil die Ca­fe­te­ria des Hau­ses St. Lau­ren­ti­us mit­be­nutzt und das Essen auch dort ein­ge­nom­men wer­den kann. Durch die Ein­la­dung zu den ver­schie­de­nen An­läs­sen des Hau­ses St. Lau­ren­ti­us und die an­ge­bo­te­nen Dienst­leis­tun­gen sind die Se­nio­rin­nen und Se­nio­ren auch ge­sell­schaft­lich gut in das Ge­sche­hen ein­be­zo­gen.


At­trak­ti­ve Wohnal­ter­na­ti­ve

Auf­grund der per­sön­li­chen Le­bens­si­tua­ti­on gibt es eine stei­gen­de Zahl äl­te­rer Men­schen, die nach Wohnal­ter­na­ti­ven su­chen, weil sie noch nicht ins Pfle­ge­heim wol­len. Durch die Zu­nah­me von Ein-Per­so­nen-Haus­hal­ten und die ver­mehr­te Be­rufs­tä­tig­keit von Frau­en wird die Be­treu­ung alter Men­schen in­ner­halb der Fa­mi­lie in Zu­kunft immer we­ni­ger mög­lich sein. Das neue Wohn­mo­dell gleicht diese Be­treu­ungs­de­fi­zi­te aus und er­mög­licht eine selb­stän­di­ge Le­bens­füh­rung.

Das An­ge­bot der Ge­mein­de rich­tet sich an Al­lein­ste­hen­de und Paare, die das Pen­si­ons­al­ter er­reicht haben. Die Se­nio­ren müs­sen aber ge­sund­heit­lich in der Lage sein, ein mehr oder we­ni­ger selb­stän­di­ges Leben zu füh­ren.